Schützen lassen sich nicht durch die AfD vereinnahmen

 

Bei seinem Grußwort beim Bezirksverbandstag in Westenholz ging der stellvertretende Bundesschützenmeister Walter Finke auf die Flyer-Aktion der AfD ein und kritisierte, dass die AfD den christlichen Schützenbund und seine Bruderschaften zielgerichtet angeschrieben habe.

Vorausgegangen war, dass die Bundesregierung eine weitere Verschärfung des Waffenrechts über die Vorgaben der EU-Feuerwaffenrichtlinie hinaus beschließen möchte. Dagegen haben die Schießsportler und Jäger Einwände erhoben. Nach Darstellung von Walter Finke übernahm die AfD diese Einwände in einem Flyer und stellte diesen als Unterstützung für die Schießsportler/Jäger dar. Mit einem Anschreiben an viele Brudermeister und Obristen, auch der hiesigen Schützenvereine, werde suggeriert, dass die AfD sich für die Vereine stark mache und ihnen helfen wolle.

Walter Finke teilte mit, dass der Bundesvorstand, namentlich Bundesschützenmeister Emil Vogt, dieses Schreiben als Versuch der Vereinnahmung schärfstens kritisiere. Er erklärte unmissverständlich, dass „wir für unseren Verband, für unsere Mitgliedsbruderschaften politische Neutralität in Anspruch nehmen und verhindern möchten, dass auch nur der Eindruck einer inhaltlichen Nähe zwischen Schützen und AfD entsteht.“

Gerade in der heutigen Zeit, in der Rechtspopulisten unter dem Deckmantel der Heimatverbundenheit Grenzen abschotten und Fremdenhass schüren wollten, zeigten die Schützenbruderschaften, dass ihr Heimatbegriff auf Miteinander setze und nicht auf Ausgrenzung. Respekt, Ehrlichkeit und Toleranz gingen fest einher mit dem Leitgedanken ‚Für Glaube, Sitte, Heimat‘. „Wir sind heimatverbunden – weltoffen – zukunftsorientiert“, betonte Walter Finke in seiner Ansprache.

Diese Ansichten unterstützten die Schützen im Zelt mit einem starken Applaus.

Stellv. Bundesschützenmeister Walter Finke bei seinem Grußwort in Westenholz